19. November 2011
Im Kornhaus Kempten



Bergsicht Programm 2011 Beiträge 2011

 

Hier mehr Details zu den Beiträgen der Allgäuer Bergsicht. Wo verfügbar haben wir Ihnen einige Bilder als Vorschau bereitgestellt. Vielen Dank an unsere Vortragenden für die Bereitstellung der Texte und Bilder.


Gerhard Baur
Hölloch - Geschichten aus der Unterwelt

Der „Gottesacker“ ist eine von riesigen Spalten, Schächten und Höhlen durchzogene Karstlandschaf im Allgäu an der Grenze zum Kleinen Walsertal. Dort führt ein 90 Meter tiefer Schacht in die geheimnisvolle und gefährliche Unterwelt des Höllochs.
Vor über 100 Jahren wagte sich der erste Mensch, auf einem Holzscheit sitzend, in diese unbekannten Tiefen hinab. Seit damals wurden inzwischen über 11 km des Höhlenlabyrinths erforscht und vermessen. Damit gilt das Hölloch als 2. größte Höhle Deutschlands. Es gäbe noch viel zu entdecken, aber die Weitererforschung gestaltet sich sehr schwierig. Denn überhängende Schächte, reißende Wasserfälle, schwere Klettereien und gefährlichen Tauchstrecken durch Siphons lassen die Reise in die Unterwelt zu einer gefährliche Expedition werden.
Trotzdem hat die Höhle eine kleine Gruppe von Höhlenforscher magisch in ihren Bann gezogen, so dass sie sich von keinen Widrigkeiten abhalten lassen, das Höhlensystem immer weiter zu erkunden. Dabei sind sie so weit vorgedrungen, dass sie mittlerweile für mehrere Tage völlig von der Außenwelt abgeschlossen sind und der kleinste Fehler schlimme Folgen haben kann.
Der Film verknüpft die spannende Erforschungsgeschichte des Höllochs mit den neuesten Entdeckungen. Dabei gibt Gerhard Baur, der selbst seit fast 40 Jahren an der Erforschung beteiligt ist, auch sehr persönliche Einblicke in die mühevolle Arbeit mit der Kamera in der dunklen Unterwelt. ..
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Film

Hölloch - Geschichten aus der Unterwelt
(c)Gerhard Baur, Günter Stautz, Andy Wolf

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Florian Forster
Boliven - Land, Kultur, Bergsteigen

Der ausgebildete Fotograf und begeisterte Bergsteiger Florian Forster nimmt uns in diesem Vortrag mit auf eine von Hauser Exkursionen organisierte Reise in das Andenland Bolivien. Beginnend mit der auf über 3600m gelegenen Metropole La Paz und einer Wanderung durch den eindrucksvollen Palca-Canyon, einem Besuch der berühmten Ausgrabungsstätte Tiwanaku und der Sonneninsel auf dem Titicacasee, führt die Reise mit einem Trekking durch die Condoririgruppe zum 6000er Huayna Potosi und als Höhepunkt zum 6462m hohen Ilimani. Dazwischen gibt es immer wieder Einblicke in die Kultur Boliviens, dessen Menschen und stimmungsvolle Landschaftsaufnahmen.
Dia Vortrag

Bolivien
(c) Florian Forster
 

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Andreas Hollinger
Abenteuer Soloexpedition - von Österreich nach Pakistan

Unter Expeditionsbergsteigen stellt man sich gemeinhin die Besteigung eines hohen Gipfels in einem abgelegenen Land vor. Meist sind es teure Unternehmungen - hoher technischer Aufwand und Sponsoren sind ihr Markenzeichen.
Einen völlig anderen Ansatz verfolgte Andreas Hollinger. Er kaufte um wenige Euro einen alten Pkw und reiste damit solo von Österreich durch den Iran nach Pakistan. Dort suchte er sich einen „sympathischen“ Berg und bestieg den Diranpeak mit 7266 Metern im Alleingang. Zahlreiche Hürden führen sein Unternehmen mehrmals an den Rand des Scheiterns: Er wird von einer Lawine verschüttet und muss anschließend eine Woche lang den Lawinenkegel nach verschwundenen Ausrüstungsgegenständen umgraben, der Fund eines toten Bergsteigers auf dem Aufstiegsweg belastet seine Psyche schwer und zuletzt wird der weiche Schnee beim Abstieg vom Gipfel zum unkontrollierbaren Spießrutenlauf. Der Rückweg vom Basislager über einen zerklüfteten Gletscher wird zur letzen Bewährungsprobe.
Hollingers Bericht erzählt von der Psyche des Alleingängers und von der Strategie des nächsten Schrittes; von Risikoabwägung und vom Warten auf ein Zeichen der Götter…
Humorvoll und durchaus selbstironisch zeigt er seinen persönlichen Weg.

AV Show

Soloexpedition
(c)Andreas Hollinger

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Jochen Schmoll
Reif für die Insel - In Erinnerung an Kurt Albert

"Frei wie der Wind – so könnte auch ein Lebensmotto von Kurt Albert gelautet haben. Jochen Schmoll zeigt ein Portrait des Kletter- und Lebenskünstlers, den es immer wieder in die Welt hinaus zog, um 'neue Welten zu entdecken und Abenteuer zu erleben'.
Der Filmemacher hatte Kurt Albert für das Portrait auf einem seiner Abenteuer begleitet: Vier Wochen lang sind Kurt Albert und sein Kletterpartner Holger Heuber mit Seekajaks unterwegs gewesen, um der Deutschen liebstes Urlaubsziel zu umrunden. Dass die Kletterausrüstung im Boot nicht fehlen durfte war selbstverständlich – auch an Mallorcas Küsten locken Felsen. Und selbstverständlich greift der Bericht filmische Episoden aus Kurt Alberts Leben auf."
Film.

Reif für die Insel - In Erinnerung an Kurt Albert
(c)Jochen Schmoll
 

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Xenia Kuhn
Nicaragua: Vulkane - Farben - Regenwald

Bürgerkrieg, Sandinisten und Contras? Glücklicherweise sind diese Zeiten vorbei! Xenia Kuhn, langjährige Mitarbeiterin von Hauser exkursionen, hat sich selbst davon überzeugt und kam begeistert wieder zurück: “Auf kleinstem Raum hat dieses Land eine große Vielfalt an Sehenswürdigkeiten zu bieten: aktive Vulkane, die man alle besteigen kann, den riesigen Nicaragua See mit seinen zahlreichen Inseln, unberührten Regenwald, bunte Kolonialstädte und Traumstrände. Mein Fazit: Nicaragua mit seinen gastfreundlichen Menschen ist ein lohnenswertes Reisesziel und vom Massentourismus noch unberührt.“.
AV Show

Nicaragua: Vulkane - Farben - Regenwald
(c) Xenia Kuhn

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Folkert Lenz
Berg der Seele, Skiexpedition am Manaslu

Die Welt der Achttausender gehört nicht allein den Alpinprofis. Es sind fünf „ganz normale“ Bergsteiger, die auf den achthöchsten Gipfel der Welt – den 8163 Meter hohen Manaslu – klettern wollen. So ist es auch keine Heldengeschichte. Die Strapazen und Torturen, die solch ein Trip in dünner Luft mit sich bringt, bleiben nicht außen vor. Und es ist eine Beschreibung der sprichwörtlichen Gratwanderung zwischen Erfolg und Scheitern.
Mit faszinierenden Bildern aus dem Himalaja berichtet der Outdoor-Fotograf über die Skiexpedition – häufig mit Augenzwinkern und einer ordentlichen Portion Selbstironie. Die Besteigung des Gipfels in Nepal gilt als anspruchsvoll, denn der Manaslu ist wegen seiner Steilheit, gefährlicher Lawinen und Eisabbrüche sowie des äußerst wechselhaften Wetters berüchtigt. Das Fünferteam hat sich außerdem vorgenommen, keine Träger- oder Helferdienste der Sherpas am Berg in Anspruch zu nehmen. Auch der Einsatz von künstlichem Sauerstoff ist tabu. Eine sportliche und ehrliche Begehung im so genannten alpinen Stil, die Folkert Lenz mit Originaltönen der Expeditionsteilnehmer auch akustisch dokumentiert.
Der Gipfelgang schließlich: Ein Balanceakt am Seil. Daneben lernt der Zuschauer den Speiseplan in einem Basislager kennen. Er erfährt, warum im Himalaja auch Atheisten nicht ohne Beistand eines buddhistischen Abtes bergsteigen gehen, wie man mit fairen Mitteln einen Achttausender bezwingt oder wann selbst durchtrainierten Kerlen die Luft wegbleibt und was sie dagegen tun.
Der harte und ärmliche Alltag der Menschen in der zivilisationsfernen Gurkha-Himal-Region, Einblicke in den legendären Manaslu-Trek, das religiösen Lebens in den Klöstern und farbenfrohe hinduistischen Sadus runden die Bergsteiger Reise von Folkert Lenz ab..
AV Show

Berg der Seele, Skiexpedition am Manaslu
(c) Folkert Lenz

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Rolf Bickel - Die Retter der Schneeleoparden
Sie sind die Könige der Bergwelt: schnell wie der Wind, schlau wie ein Fuchs und stark wie ein Bär. Seit Jahrtausenden leben die Schneeleoparden von Kirgisistan hoch oben im ewigen Eis des Tien-Shan-Massivs, fern von jeder Zivilisation. Sie müssen nur den Hunger fürchten - und die Menschen. Denn in der letzten Zeit ist der Bestand der edlen Tiere in dem zentralasiatischen Staat mehr und mehr bedroht, wird ihnen der nötige Lebensraum immer mehr eingeschnürt - Gletscher schmelzen, Jäger wildern.
Der deutsche Naturschutzbund NABU hat hoch über dem Issyk-Kul-See ein Projekt zum Schutz der bedrohten Raubkatzen eingerichtet, geleitet von dem Biologen Thorsten Harder. Hier leben auf einer Fläche von circa 7.000 Quadratmetern mehrere Tiere, die aus den Fallen von Wilderern gerettet wurden und die in freier Wildbahn wenig Überlebenschance hätten. Vor einer traumhaften Bergkulisse ist es dem Einsatz von Thorsten Harder und seinen Mitstreitern zu verdanken, dass die Schneeleoparden von Kirgisistan heute sicherer sind denn je.
Der Film zeigt in spektakulären Aufnahmen Schneeleopardenbabys und erwachsene Tiere vor einer grandiosen Bergwelt. Es ist ein Porträt der Menschen, die sich dem Schutz dieser Tiere verschreiben haben ebenso, wie des Landes Kirgisistans.
Film

Die Retter der Schneeleoparden
(c) Rolf Bickel


Film kostenfrei bereitgestellt durch das HR Fernsehen - Vielen Dank!

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